Rödelsee

Rödelsee, 2014

RÖdelsee Info

UNGEFÄHR EINEN KILOMETER ausserhalb des Dorfes Rödelsee umringt von Sonnenblumen-, Gemüse- und Weintraubenfeldern, liegt bescheiden einer der grössesten jüdischen Friedhöfe in ganz Deutschland. Auf den 188,30 ar. haben Vorfahren vom US Nationalen Sicherheitsberater Henry Kissinger, die aus Kitzingen stammten, ihre letzte Ruhestätte gefunden. Auch wurden hier über Jahrhunderte Mitglieder der jüdischen Gemeinden in Bullenheim, Dornheim, Großlangheim, Hohenfeld, Hüttenheim, Kleinlangheim, Mainbernheim, Mainstockheim, Marktbreit, Marktsteft, Nenzenheim, Obernbreit, Segnitz, Sommerach, Sommerhausen und Wiesenbronn begraben.

In Rödelsee gab es einst eine lebhafte jüdische Gemeinde. Der Punktator Gerschom ben Jehuda wohnte in Rödelsee als er im Jahr 1396 dem herrlichen Coburger Pentateuch den letzten Schliff gab und auf dem Höhepunkt der Gemeinde gab es im Dorf eine Synagoge, eine Schule und eine Mikwe. Der Friedhof wurde erstmals 1432 erwähnt. Wir wissen, dass Wilhelm Moritz von Heßberg im Jahr 1563 das Areal an die Gemeinde verpachtete. Im Jahr 1602 war der Bau einer Mauer und ein Taharahaus von Friedrich Albert von Heßberg genehmigt worden. Die Vereinbarung zwischen den Grundherrschaften und der Gemeinde wurde verlängert, bis die Schutzrechte an das Bistum Würzburg 1651 verkauft wurden. Das Gelände des Friedhofs wurde über die Jahrhunderte mehrfach erweitert, so dass er heute aus fünf klar erkennbaren Teilen besteht, die sogenannten ganz alten, alten, neueren und neuen Teile. Der Friedhof wurde 1942 endgültig geschlossen.

THE JEWISH CEMETERY in Rödelsee lies about a kilometer from the village, a subdued presence, surrounded by fields of sunflowers, vegetables and grapes and is one of the largest Jewish cemeteries in all of Germany. The 4.65 acre area is the last resting place of some of Henry Kissinger’s Kitzingen ancestors, as well as centuries of Jewish residents from Bullenheim, Dornheim, Großlangheim, Hohenfeld, Hüttenheim, Kleinlangheim, Mainbernheim, Mainstockheim, Marktbreit, Marktsteft, Nenzenheim, Obernbreit, Segnitz, Sommerach, Sommerhausen, Wiesenbronn.

Rödelsee was once home to a lively Jewish community. Gershom ben Yehuda lived there when finished punctuating the masterful Coburg Pentateuch and at the community’s high point, there was a synagogue, a school and a mikva. The cemetery was first mentioned in 1432 and we know that Wilhelm Moritz von Heßberg leased the land to the community in 1563. In 1602 Friedrich Albert von Heßberg allowed a wall and a tahara house to be built. This protection agreement between the gentry and the community was extended until the rights were sold to the Wurzburg bishopric in 1651. The cemetery was enlarged over the centuries and today one can clearly see 5 parts, the so-called, very old, old, newer and new parts. The cemetery closed finally in 1942.

Bahnhof Kitzingen/Kitzingen Station

Bahnhof Kitzingen/Kitzingen Station, 2014