Ebern Info
Sulzburg, 2015

Sulzburg, 2015

Der jüdische Friedhof Sulzburgs liegt auf einem sehr steilen, terrassenförmig angelegten Waldgelände. Ein unpraktischeres Terrain ist kaum denkbar, aber ein Teil der Anziehungskraft des Platzes war sicher die Schwierigkeit ihn irgendwann zweckzuentfremden.

Es gibt Hinweise, dass es ein jüdisches Leben in Sulzburg seit dem frühen 15. Jahrhundert gab. Jüdische Einwohner wurden aber im frühen 17. Jahrhundert aus der Stadt vertrieben. Erst 100 Jahre später erlaubte der Markgraf Karl Wilhelm eine erneute Ansiedlung einer jüdischen Gemeinde. Am 1. Juni 1717 baten sie ihn um Erlaubnis, die verfallene Begräbnisstätte der vorherigen Gemeinde wieder zu nutzen. Wegen Bauplänen der Stadt, wurde der Gemeinde stattdessen ein Areal von 61.84 a., das 300 Meter entfernt war, angeboten. Im Jahr 1718 wurde dieser Friedhof angelegt.

Der älteste Grabstein unter den 462 noch vorhandenen ist der von Meyer Zivi aus dem Jahr 1731. Der jüngste aus 1980 ist von Herbert Bloch, der das noch heute existierende Eingangstor entworfen hatte und auf eigenen Wunsch auf dem Friedhof seine letzte Ruhestätte fand.

The Jewish cemetery in Sulzburg lies on steeply terraced wooded area. A less practical terrain is difficult to imagine, but part of the appeal of the property was the likelihood that it would not be appropriated for another purpose.

There is evidence of Jewish life in Sulzburg as far back as the early 15th century, but the community was driven out in 1577. Only under the administration of the Margrave Karl Wilhelm could a Jewish community once again establish itself. On July 1, 1717, they petitioned the Margrave to use the land of the old cemetery for interment. The old property lay too close to a new building plan and the community was offered an area 300 meters away. The second Jewish cemetery in Sulzburg was inaugurated in 1718.

The oldest extant gravestone (for Meyer Zivi) dates from 1731. The most recent is that of Herbert Block, who designed the entrance for the cemetery and was buried there in 1980.

 

Sulzburg, 2015

Sulzburg, 2015